Was ist eine Lernplattform?
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Was ist eine Lernplattform oder ein LMS?

E-Learning und Lernplattformen legten seit dem Corona-Lockdown im März 2020 einen Höhenflug hin. Doch was braucht man, um online zu lernen und zu lehren? Die technische Grundvoraussetzung sind funktionale E-Learning-Systeme.

Lernplattformen wurden entwickelt, um Lern- und Lehrprozesse im E-Learning zu unterstützen. Die modernen LMS sind webbasiert, passieren auf einem Portal und werden daher auch als Lernplattform bezeichnet. 

LMS, CLMS und Lernplattformen gelten derzeit als die komplexesten Systeme für E-Learning. Daraus ergibt sich auch die Schwierigkeit der genauen Definition. Es gibt viele gemeinsame, jedoch auch zahlreiche unterschiedliche Funktionalitäten. 
Die Grenzen zwischen den einzelnen Begriffen sind inzwischen jedoch so stark verschwommen, dass eine Differenzierung kaum noch möglich ist.

Ich habe mir die Begriffe dennoch genauer angesehen.

Lernplattformen – was ist das?

Möchtest du Online-Kurse zur Verfügung stellen, wirst du um das Thema LMS – oder Learning Management System – nicht herumkommen. Es geht auch ohne, aber der technische Aufwand ist zu groß. Lernplattformen hingegen liefern eine praktische All-in-One Komplettlösung mit allen nötigen technischen Funktionen für das E-Learning in einem Paket. 

Die Veröffentlichung von Online-Kursen oder auch anderen Lehrmaterialien gelingt mit einem LMS auch ohne hervorragendes technisches Know-how.

Was ist ein LMS?

Was ist eine Lernplattform?

Die Definition zeigt auch zugleich, wie das System funktioniert. 

Lernmanagement-Systeme sind Softwareprogramme, die das elektronische Lernen und Lehren unterstützen. LMS bestehen aus zwei Elementen: einem Server, welcher die Basisfunktionen ausführt, sowie einer Benutzeroberfläche, die durch Dozenten, Administratoren und Studenten bedient wird.

Was muss ein LMS können und wofür werden sie genutzt?

Moderne LMS sind webbasierte Software-Systeme und vereinen in einem Programm alle notwendigen Funktionen, um E-Learning effektiv umsetzen zu können:

Folgende Funktionen sind inzwischen Standard und werden von allen webbasierten Lernmanagement-Systemen unterstützt: 

  • Benutzerverwaltung: Zugriff ist kontrolliert und nur registrierten Nutzern zugänglich.
  • Aufteilung der Plattform in verschiedene Ebenen: Administratorebene, Dozentenebene, Studentenebene.
  • Verteilung verschiedener Zugriffsrechte und Rollenvergabe
  • Kommunikation innerhalb des Systems
  • Darstellung der Kursinhalte in einem Browser
  • Kursverwaltung
  • Zentraler Speicher aller Lernmaterialien und Daten
  • Authoring: Die meisten LMS verfügen bereits über sogenannte Autoren-Werkzeuge zur Erstellung von Lehrmaterialien.
  • Tests und Quizze zur Wissensüberprüfung

Wer braucht Lernplattformen und was sind die Vorteile?

LMS werden regelmäßig von Unternehmen unterschiedlicher Größe und Art verwendet, sowie von öffentlichen Einrichtungen, Bildungseinrichtungen und online basierten Bildungsinstitutionen.

So können etwa regelmäßige Mitarbeiterschulungen und Fortbildungen über eine Lernplattform erfolgen, ebenso wie das reguläre Studieren an Hochschulen und Universitäten, die teilweise komplett online absolviert werden können. Schulen haben seit der Corona-Krise vermehrt auf E-Learning umgestellt und verwenden immer häufiger Lernplattformen zur Unterstützung des Präsenzunterrichts.

LMS können unterstützend zu traditionellen Bildungsmethoden eingesetzt werden und gleichzeitig den Nutzern Geld und Zeit sparen. Außerdem ermöglichen Lernplattformen die effektive und schnelle Kommunikation von Tutoren und Lernenden, auch wenn diese sich an unterschiedlichen Orten befinden.

Vorteile:

  • Lerninhalte werden zentral, schnell und einfach aktualisiert.
  • Die Verbreitung von Informationen und Materialien passiert webbasiert auf der Plattform.
  • Jeder Nutzer hat auf diese Inhalte jederzeit und von jedem Ort Zugriff, sofern er über die nötigen Zugriffsrechte verfügt.
  • Einfache und schnelle Kommunikation zwischen den Nutzern
  • Erspart dem Unternehmen Zeit und Geld
  • Lernfortschritte einfach überprüfen
  • Lernende sparen Zeit
  • Keine Anreisekosten
  • Flexibles Lernen

Arten von LMS und was ist eine Lernplattform

Die Grenze zwischen den beiden Begriffen Lernplattform und Lernmanagement-System (LMS) ist nicht klar definiert und verschwimmt zunehmend, dennoch möchte ich der Frage, so gut es geht, auf den Grund gehen.

LernplattformLMS
Lernplattformen bieten Kurse und Lektion an und richten sich hauptsächlich an Konsumenten.Wer nach einem LMS oder Lernmanagement-System sucht, möchte in der Regel selbst Kurse erstellen und anbieten.
Kurz: Du findest Kurse zum lernenKurz: Du erstellt selbst Kurse für andere

Lernplattform ist eigentlich nur die Übersetzung von LMS. Im Deutschen wird aber meist Lernplattform für Seiten wo du Kurse machen kannst verwendet, und LMS für Dienste oder Software mit der man selbst Kurse erstellt.

Eine andere Unterscheidung wird zwischen der Art der Nutzung gezogen. Portale, die vor allem der Erstellung von Online-Kursen und anderen Lerninhalten dienen, werden meist LMS genannt, wohingegen bei einer Lernplattform der Fokus am Nutzen von Online-Kursen liegt. Freilich wird auf den meisten Portalen sowohl als auch angewandt, daher ist eine Unterscheidung in der Praxis nicht wirklich von Relevanz. Die Unterscheidung zwischen den einzelnen Systemen hingegen schon.

Die verschiedenen Arten von Lernmanagement-Systemen sind:

Webbasierte LMS = Lernplattform

Lernen am Notebook und am Smartphone

Webbasierte LMS sind inzwischen wohl die häufigste Art von LMS und werden auch als Lernplattformen bezeichnet.

Beispiele:

  • Udemy
  • Skillshare
  • Coursera

Entweder ist das Programm in einer Cloud gespeichert oder vom Nutzer selbst gehostet. In beiden Fällen stellt die Software ihre Dienste im Internet bereit. Der Zugriff erfolgt durch Einloggen auf ein Web-Portal (Plattform). Je nach Zugriffsrecht kannst du Inhalte einsehen, ergänzen oder bearbeiten. Der Vorteil, Nutzer können auf das Portal jederzeit und von jedem Ort zugreifen. Lernen wird somit unabhängig von Ort und Zeit. Benötigt werden lediglich ein Internetzugang, ein Browser und die Zugangsdaten. 

Selbst gehostete Lernplattformen

Bei der webbasierten LMS-Lösung kannst du die Plattform auch selbst hosten. Das bedeutet auch eigene Verantwortung für die Funktionalität und Sicherheit des Servers, sowie vermutlich höhere Anschaffungskosten. Updates müssen meist käuflich erworben werden.

Desktop-Applikationen

Das sind Lernsoftware, die auf dem Desktop installiert werden müssen, können aber meist von mehreren Geräten genutzt werden. Sie sind mit hohen Installationskosten und Wartungsarbeit verknüpft. Webbasierte Software ist inzwischen meist die bessere Lösung.

Open-Source vs. Closed-Source LMS

Bei selbst gehosteten webbasierten LMS, als auch bei installierten Lernsystemen, wird zwischen verschiedenen Open Source oder Closed-Source-Varianten unterschieden. Beide Methoden haben Vor- und Nachteile.

Open Source Softwarelösungen bieten mehr Unabhängigkeit vom Entwickler und große Eingriffsrechte durch den Nutzer, jedoch auch größere Eigenverantwortung. Dafür kann das System an die Bedürfnisse des Unternehmens oder der Organisation angepasst werden. Geeignet sind diese Systeme vor allem für große Institutionen mit vielen Studierenden wie Universitäten oder große Organisationen.

Bekannte Open Source LMS sind Moodle und ILIAS.

Closed Source Systeme erlauben keine Veränderungen, die Möglichkeiten sind daher eingeschränkt. Meist bieten moderne LMS jedoch alle notwendigen Funktionen. Vor allem für kleinere und nicht so technikaffine Unternehmen sind Cloud-basierte und somit auch Closed Source LMS die bessere Wahl.

LCMS: Was ist ein Learning Content Management System?

Die Bezeichnung LCMS wird dir im E-Learning immer wieder begegnen. Was verbirgt sich dahinter und was ist der Unterschied zu Lernplattformen?

Ein LCMS – Learning Content Management System – vereint ein LMS und ein Content Management System unter einem Dach. Die Bezeichnung LCMS wird für Lernmanagement-Systeme verwendet, die den Focus auf der Produktion und Herstellung von Lerninhalten haben. Der Begriff Content kann als Inhalt übersetzt werden. Mit Inhalt sind in diesem Fall Videos, Texte, Audiodateien, Quizze und andere Arten von Lerndateien gemeint.

Da der Focus am Erstellen der Inhalte liegt, werden anderen Funktionen, die Lernplattformen mitbringen, vernachlässigt. Etwa die Kommunikation, das Einladen der Teilnehmer, Verfolgen von Lernfortschritten und das Ausstellen von Zertifikaten.

Moderne LMS bieten neben den organisatorischen Komponenten, die für E-Learning notwendig sind, auch meist die Funktionen eines LCMS und umgekehrt. Daher erfolgt in der Praxis hier kaum noch eine Unterscheidung.

Wie viel kosten Lernmanagement-Systeme?

  • WordPress Kursplattform
  • 5-Schritte Kurs-Assistent
  • Online-Kurs in 60 Minuten
  • LMS und Mitgliederbereich
  • Inkludierter Page-Builder
  • Digistore24, Klick Tipp, PayPal, Stripe
  • GetResponse, ActiveCampaign, Mailchimp
  • Deutscher Support!
  • … starte jetzt!

Diese Frage kann, wie vermutlich erwartet, nicht pauschaliert beantwortet werden. 

Eine kostenlose Lösung kommt für dich nur infrage, wenn du ein Technik-Genie bist und die LMS selbst installieren und warten kannst.

Die Cloud basierten Lernplattformen verlangen meist eine laufende monatliche Gebühr, die aber alle Kosten deckt, sodass du dir um nichts weiter Sorgen machen musst.

Die Preise der angebotenen LMS unterscheiden sich stark. Wie viel man für ein Lernsystem ausgeben möchte, hängt in erster Linie von den Anforderungen ab, die man an das Programm stellt.
Wichtig ist, das Preis-/Leistungsverhältnis genau zu prüfen.

Die Preise der einzelnen Systeme zu vergleichen ist schwer, da die Kosten eines solchen Lernmanagement-Systems, genauso wie dieses selbst, sehr komplex sind. 

Auch der Glaube, dass Open Source Systeme preisgünstiger sind, ist mit Vorsicht zu genießen. Denn wenn du nicht selbst die nötigen IT-Kenntnisse mitbringst, können die Kosten für die Installation und laufende Wartung hoch ausfallen.

Generell gilt, der Preis des LMS hängt von den Anforderungen ab. Je vielfältiger und komplexer diese ausfallen, umso mehr musst du dafür bezahlen. Vergleiche lohnen sich vor allem, um das passende System zu finden und im Endeffekt auch den gerechtfertigten Preis zu zahlen.

Genauere Preisinformationen findest du auf den Seiten WordPress LMS Vergleich und LMS Dienste Vergleich.

Fazit

Abschließend sei gesagt, egal wie es genannt wird, ob LMS, LCMS oder Lernplattform. Ohne diese Systeme ist E-Learning in der heutigen Form nicht mehr möglich. Diese komplexen Lernplattformen ermöglichen uns nicht nur die Bereitstellung und die Nutzung von Lerninhalten, sondern auch die im E-Learning notwendigen organisatorischen Belange einfach und zentral in einer Software zu lösen.

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